Der BIOSONATOR

Die vier Unternehmen Ultrawaves (Hochleistungs-Ultraschall in Wasser- und Umwelttechnologien), IGEA (Anlagenplanung), Kotlarek (Verrohrung von Biogasanlagen) und Matzdorf (Automatisierung verfahrenstechnischer Anlagen) entschlossen sich im Jahre 2011 im Rahmen eines Projektes des "Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand", die Spitzentechnologie Hochleistungs-Ultraschall in einem System zur Effizienzsteigerung von Biogasanlagen zu entwickeln.
Als Ergebnis entstand ein kompaktes Paket aus den Elementen Nasszerkleinerer, Pumpe, Ultrawaves-Ultraschallsystem und einer intelligenter MSR-Technik, so kompakt, dass es in einen 10"-Standardcontainer passt. Geboren war der BIOSONATOR.
Mit dem BIOSONATOR lassen sich insbesondere schwer aufschließbare, faserige und raue Biomasse-Suspensionen wie etwa Gras und Mist behandeln. Dies gestattet dem Betreiber, von gut fermentierbaren Edelsubstraten wie etwa Mais unabhängig zu bleiben. Die Einbindung in die Biogasanlage kann einer unten stehenden Abbildung entnommen werden, wobei vorzugsweise ein Rezirkulationsstrom aus dem Nachgärer in den Hauptfermenter bearbeitet wird.
Der eingesetzte Ultraschall bewirkt eine periodische Kompression und Dehnung der wässrigen Biomasse. Die hohe Schallintensität führt zur Bildung von winzigen Hohlräumen in der Flüssigkeit, die sich mit Wasserdampf oder Gas füllen. Die anschließende Druckphase lässt die Bläschen implodieren. Diese Kavitation erzeugt enorme Drücke und Temperaturen. Die entstehenden Scherkräfte sind in der Lage, die Zellwände des eingesetzten Materials aufzureißen.
Durch den BIOSONATOR wird die Biomasse weiter aufgeschlossen. So kann eine erhöhte mikrobiologische Aktivität im Fermenter erreicht werden. Dies hat eine erhöhte Biogasproduktion von bis zu 15% zur Folge. Dem steht nur ein vergleichweise geringer zusätzlicher Energieaufwand gegenüber.
Mann kann von einer vergleichsweise kurzen Amortisationszeit der Investition von 3 bis 5 Jahre ausgehen. Die Anbindung des Containers an die vorhandene Biogasanlage ist einfach.
Erforderliche Anschlüsse für den Zu- und Ablauf von Substrat und Spülwasser sind bereits an der Außenseite des Containers vorhanden. Für den Einsatz des BIOSONATORS wird zusätzlich lediglich ein Elektroanschluss (400 V, 32 A, TN-S Netz) benötigt.

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